Studie | 10 Jahre zu spät

Zehen Jahre zu Spät

Im Schnitt bis zu zehn Jahre zu spät: Betroffene schieben Hörprobleme zu oft auf die lange Bank 

Der Verlust des Hörvermögens ist oft ein schleichender Prozess und wird von den Betroffenen anfangs kaum wahrgenommen. Bis Hörgeminderte etwas gegen ihre Hörprobleme unternehmen, vergehen in der Regel bis zu zehn Jahre. Viele Betroffene warten ab, ob sich die Hörprobleme von selbst wieder legen. Diese Annahme ist jedoch falsch: Wer seine Hörprobleme auf die lange Bank schiebt, verschenkt nicht nur wertvolle Zeit – sondern wird langfristig immer schlechter hören.

Das Gehirn vergisst Geräusche

Bei Schwerhörigkeit werden die Hörbahnen nicht mehr effektiv genutzt: Die Hörnerven verlieren ihre Funktion und leiten somit auch keine Signale an das Gehirn weiter. Die Folge: Das Gehirn "vergisst" mit der Zeit viele Geräusche regelrecht und kann sie nicht mehr interpretieren. Das Hörzentrum im Gehirn „speichert“ Laute und Geräusche auch nach einer auftretenden Schwerhörigkeit noch bis zu drei Jahre lang. Danach, spätestens aber nach sieben bis zehn Jahren wird der Speicher jedoch gelöscht. Die Folge: Eingehende Signale können nicht mehr dekodiert und in Informationen umgewandelt werden.

Hören müsste neu erlernt werden

Umso wichtiger ist es, dass Betroffene bei Hörproblemen schnell handeln und sich über die Anpassung moderner Hörsysteme informieren. Diese verstärken das noch vorhandene Resthörvermögen und sorgen dafür, dass das Hörvermögen sich nicht noch weiter verschlechtert. Die Hörbahnen nehmen ihre Funktion wieder auf – und versorgen das Gehirn auch wieder mit Signalen.

Erfolgt die Anpassung von Hörsystemen jedoch erst sehr spät, können auch mit Hörgeräten eingehende Signale nicht mehr problemlos in Information umgewandelt werden. Alltagsgeräusche, die man früher jeden Tag gehört hat – wie z.B. das Surren des Kühlschranks oder die Lüftung des Computers – kann das Gehirn nicht mehr schnell entschlüsseln. Hören muss dann praktisch wieder neu erlernt werden.

Viele Hörakustiker bieten mit der Anpassung des ersten Hörgerätes auch ein Hörtraining an. Der frischgebackene Hörgeräteträger wird dabei Schritt für Schritt wieder an ein Leben mit einem intakten Gehör herangeführt.

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